Bella PoV
„Guten morgen meine beiden Schönen“, begrüßte uns unser ‚Schutzengel‘ mit einem breiten Grinsen, was seine Fänge aufblitzen ließ. Kastriert mochte er ja sein, das hieß aber noch lange nicht, dass er sich an meiner Halsader vergreifen würde. Hier traute ich jedem alles zu und das Wort Moral hatte hier sowieso nicht viel Bedeutung.
Er betrachtete uns mit einem prüfenden und durchdringenden Blick, welcher mir einen eiskalten Schauer über den Rücken jagte und ich wünschte mir, ich hätte meine Yogahose und mein Schlabbershirt hier, in dem ich mich verstecken konnte. Aber leider gab es hier nur Kleidung in Kindergrößen. Sie waren einfach viel zu klein und viel zu eng!
Ich hatte mich in die einzige Hose gequetscht, die ich in ‚meinem Kleiderschrank‘ finden konnte, aber diese saß so tief auf meinen Hüften, dass es mich nicht wundern würde, wenn mein Hinter halb raushängen würde. Gehen konnte ich auch nicht wirklich darin, da sie mir bei jedem Schritt die Luft abschnürte.
Und das T-Shirt war auch nicht wirklich besser! Es zeigte irgendwie mehr, als das es verdeckte. Das T-Shirt, oder sollte ich eher Bustier sagen, endete oberhalb meines Bauchnabels und meine Brust malte sich perfekt ab, was diesen Blutsaugern bestimmt sehr gefiel. Ich zog die ganze Zeit am Saum in der Hoffnung, dass ich es etwas ausleiern konnte, damit es mir wenigstens bis über den Bauch zur Hüfte reichte, aber es nützte einfach nix. Solange ich auch zog und zerrte es war vergebene Liebesmüh.
Ich würde mir definitiv eine Nierenentzündung holen.
Alice neben mir sah auch nicht glücklicher aus, auch sie zog die ganze Zeit an ihrem Top in der Hoffnung, dass es mehr von ihrer zarten Haut verdecken würde. Aber sie scheiterte genauso wie ich es tat.
„Also, ihr seid doch bestimmt hungrig, oder? Wir gehen jetzt zusammen in den Speisesaal, dort werdet ihr etwas Leckeres bekommen und die anderen kurz kennenlernen!“
Anderen? Wie viele Andere es wohl gab? Ich hatte einige Namen ja bereits an den einzelnen Türen gelesen, aber das half mir leider nicht, mir eine genaue Vorstellung zu geben, wie viele Leute sie hier wohl gefangen hielten und für ihre barbarischen Gelüste quälten und ausbeuteten und aussaugten.
„Ich habe eigentlich gar keinen Hunger“, sagte Alice leise, aber ihr knurrender Magen, der just in dem Moment loslegte, strafte sie Lügen. Verlegen sah sie zu Boden. Ich konnte sie verdammt gut verstehen, mir ging es genauso!
„Du musste nicht nervös sein, sie werden dich schon alle mögen!“
Damit schob uns Laurent aus meinem Zimmer auf den Flur und schloss die Türe hinter sich ab. Er führte uns durch dieses Labyrinth aus Fluren und Gängen in dem ich es schon gestern aufgegeben hatte, mich je orientieren zu können. Aber was mir am meisten zu schaffen machte, waren diese hohen Schuhe und die Nebenwirkungen des Schlafmittels. Mein Schädel summte noch leicht und hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass der Boden schwankte.
Laurent war natürlich immer gleich zur Stelle um mich festzuhalten. Dabei fuhr er mir immer einen Tick zu lang mit seinen rauen und schwieligen Händen über meine freigelegte Haut, als dass es noch auffällig wäre. Soviel zur Sicherheit vor einem kastrierten Vampir.
Irgendwann hatten wir dann eine breite Tür erreicht, auf der groß das Wort Kantine stand. Ich hielt unwillkürlich den Atem an, als Laurent die Türe öffnete und uns hineingeleitete. Was mochte uns dort drinnen erwarten? Wer mochte und dort drinnen erwarten?
Zögernd traten Alice und ich ein, versuchten so unauffällig wie möglich zu sein. Ich kam mir absurderweise vor, wie an einem ersten Tag in einer neuen Schule. Ich wollte nicht im Mittelpunkt stehen und als die Neue gelten. Was mal total krank war, hier wurde wahrscheinlich keiner schief angeguckt, weil er neu war. Eher musste ich mit mitleidigen Blicken rechnen, denn wir saßen ja alle im selben Boot!
Zu meinem Erstaunen waren es doch nicht so viele die hier in der Kantine saßen und in einer ungewöhnlichen Stille ihr Frühstück verspeisten. Keine Ahnung mit wie vielen ich gerechnet hatte, aber es waren genau 8 Leute. Mit mir und Alice wären das dann 10 Mann! Oder eher 9 Freuen und ein Mann. Er saß ganz am Ende eines kleinen Tisches, an dem 3 Stühle frei waren und hatte ein Schüssel Corneflakes vor sich stehen.
Das musste dann wohl dieser Jacob sein! Armer Kerl! Alleine unter Frauen in der Vampirhölle gelandet!
Die anderen sieben, teilweise noch recht junge, Mädchen saßen an 2 Tischen aufgeteilt und aßen in aller Seelenruhe ihr Frühstück. Keiner unterhielt sich oder machte auch nur eine Bewegung zu viel, was total unheimlich war, richtig gespenstisch. Es war wie in einem Zirkus, wo man die Tiere perfekt trainiert hatte nur das zu tun, was man von ihnen wollte. Gruselig!
Aber was noch gruseliger war, keiner schaute auf. Keiner beachtete uns. Als ob sie alle eine Gehirnwäsche bekommen hatten!
Doch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, packte Laurent mich an meinem, zum Glück, gesunden Arm und zog mich in einen kleinen, angrenzenden Nebenraum. Dieses hatte ich erst gar nicht gesehen. Dort war alles klinisch weiß und neben dem fast leeren Schreibtisch stand ein Stuhl, auf dem ich mich hinsetzten sollte. Was sollte das denn jetzt?
„Guten morgen Isabella! Schön dich wiederzusehen!“
Oh Gott! Der Psycho Doc, bitte nicht! Was wollte der denn hier? Im Speisesaal? Ich dachte wir dürften etwas Essen. Vor einer abartigen Untersuchung nebenan hatte mir keiner was gesagt!
„Guten morgen Aro! Isabella und Alice sind zu ihrer allmorgendlichen Untersuchung hier“
Allmorgendliche Untersuchung? DAS war doch jetzt ein Witz! Ich musste diese Erniedrigung jeden verdammten Morgen über mich ergehen lassen? Unbeholfen wand ich mich auf dem Stuhl und begann zu zittern, als mir die Erinnerung an die letzte Untersuchung wieder in den Sinn kam!
Was bitte hatte ich so schlimmes verbrochen, dass ich DAS hier erleben musste?
„Dann wollen wir einmal schaun, wie es deinem Körper heute so geht!“ kam es rau aus Aros Mund und mich schüttelte ein Schauer voller Unbehagen und Ekel. Konnte er wenigstens die Türe zu machen? Es mussten ja nicht gleich alle mit ansehen, was mit mir hier geschah! Wie man mich wieder betatschte und befummelte.
„Gib mir deinen Arm Isabella!“
Irritiert sah ich ihn an. Meinen Arm? Wozu?
„Damit ich dir Blut abnehmen kann!“
Blut abnehmen? Weswegen das denn? Ich dachte ich bin zum frühstücken hier, nicht das ich das Frühstück bin. Außerdem hatte er mir doch gestern erst Blut abgenommen.
„Isabella“, mischte sich Laurent dann ein, als er merkte, dass ich mich weigerte meinen Arm zu heben. „Wir nehmen jedem aus unserer kleinen Familie jeden Morgen etwas Blut ab, um zu überprüfen, was dem Körper gerade am meisten fehlt. Wir stimmen dann eure Ernährung darauf ab, damit ihr fit sein und euch wohl fühlt. Wir wollen doch nur euer Bestes!“
Ich musste mir ein hysterisches Lachen verkneifen! Unser Bestes! Aber natürlich! Aber nachdem ich merkte, ich hatte keine andere Wahl und das ich nicht weiter von diesem möchtegern Doc angefasst werden würde, hob ich langsam meinen Arm und ließ mir von Aro eine Spritze in meine Ader führen. Was man ihm allerdings lassen musste, es tat kein bisschen weh. Auch gestern war diese Aktion, total schmerzlos vergangen! Scheinbar konnte er doch was!
Nachdem die Spritze komplett mit meinem Blut gefüllt war, zog er sie wieder langsam aus meiner Armbeuge raus und presste mir einen feuchten Wattetupfer auf die Einstichstelle und ich hielt es krampfhast fest, presste es immer stärker gegen meinen Arm, vor lauter Angst diese Blutsauger würden über mich herfallen, wenn ich eine offene Wunde hatte. Die an meinem Knie war zwar mittlerweile getrocknet und unter einem Pflaster verschwunden, welches ich im Bad gefunden hatte, aber ich wollte mein Glück ja nicht überstrapazieren.
Aro nahm das Röhrchen und drehte sorgfältig die Nadel ab, die er in einer kleinen Box verstaut in den Mülleimer warf. Sehr vorbildlich. Dann schüttelte er das Röhrchen ein paar Mal hin und her. Seine dunkeln Augen waren wie dunkle Löcher, die eine bodenlose Tiefe hatten und vor lauter Vorfreude tanzten. Es lag etwas Irres in diesem Ausdruck!
Dann drehte er sich zu mir, sah mir tief in die Augen, so dass sich meine Haut im Nacken zusammenzog und trank mein Blut in einem Zug leer. Die Art, wie sich sein Kehlkopf beim Schlucken bewegte, sorgte für Übelkeit in mir. Der Hunger auf etwas Anständiges zu Essen, war mir spätestens bei diesem abartigen Anblick vergangen!
„Hmm, Isabella, du bist köstlich! Davon könnte ich glatt noch ein Schlückchen vertragen!“ kicherte Aro und der Schalck blitzte in seinem Gesicht auf.
„Vergiss es Aro, du weißt was der Boss gesagt hat!“ Laurents Stimme war scharf wie ein Schwert und Aro wich sofort zurück. Er zückte ein Blatt aus der Schreibtischschublade und notierte etwas darauf, dann händigte er es an Laurent aus.
„Sie braucht Magnesium. Sorge dafür, dass sie heute Käse und Fisch zu sich nimmt. Ebenso Hülsenfrüchte!“
Seit wann war Aro jetzt Ernährungsberater?
„Ok, Isabella, warte bitte draußen“, sagte Laurent zu mir. Dann drehte er sich zur offenen Tür und seine Stimme wurde etwas lauter. „Alice, du kannst jetzt reinkommen!“
Alice trat mit schreckgeweiteten Augen durch die Tür. Sie war leichenblass! Ich lächelte und nickte ihr zu, streifte sie kurz am Arm, als ich an ihr vorbeiging. Ich wollte ihr irgendwie verständlich machen, dass es nicht schlimm werden würde. So ein wenig Blut abzapfen hatte ja noch niemanden umgebracht. Hoffte ich zumindest, aber hier war mit Sicherheit alles möglich!
Zurück in der Kantine wartete ich neben der Tür und beobachtete die anderen. Und nun fiel mir auch auf, dass jeder etwas anderes vor sich auf dem Teller liegen hatte. Jeder hatte seine eigens, exakt auf ihn und seinen Körper zugeschnittene Mahlzeit, die er verspeiste.
Nachdem Alice auch mit ihrer morgendlichen Blutabnahme fertig war, bekam Laurent ihren Zettel von Aro in die Hand gedrückt und beide erschienen im Türrahmen. Alice sah mich an und rollte ihre Augen, so langsam gewann auch bei ihr die Trotzhaltung zu der absurden Art dieser Vampire. Während Laurent zur Essensbar ging und uns aufforderte hinterher zu kommen, beugte sich Alice leicht zu mir rüber.
„Ich habe Vitamin D Mangel! Wer hätte das gedacht!“
Laurent gab dem Koch, der hinter der Theke werkelte, unsere beiden Berichte von Aro und er zaubert uns in Rekordgeschwindigkeit ein Frühstück zusammen. Meins war sehr magnesiumhaltig, das von Alice war voller Vitamin D. Wenn die Umstände andere gewesen wären, hätte ich mich vielleicht über eine solche eine solche Fürsorge und umsichtiges Mitdenken gefreut und sogar begrüßt.
Aber wenn man bedenkt, dass dies alles unter dem Aspekt einer Blutbar und einem Bordell für Vampire stand, blieb doch ein sehr madiger Geschmack an dieser Sache. Laurent weiß uns an unsere Teller mit Essen und unser Getränk zu nehmen und schritt mit uns zu den Tischen.
Viele waren mit ihrem Frühstück fertig und verließen den Raum, nur noch 2 Mädchen mit dunkeln Haaren saßen an einem Tisch und aßen in einträchtiger Stille ihr, eigens auf sie zugeschnittenes Mahl.
„Jessica“, sagte Laurent dann, als er neben einem der beiden Mädchen stehen geblieben war. Das Mädchen zuckte kurz erschrocken zusammen, schaute aber nicht zu ihm auf. Sie hielt ihren Blick krampfhaft auf ihren Teller gesenkt.
“Der Boss möchte dich sehen!“
Jessica wurde augenblicklich kleiner in ihrem Stuhl, sie sank fast ganz unter den Tisch, so als wolle sie sich verstecken. Sie musste scheinbar zu Carlisle und es schien ihr gar nicht recht zu sein. Aber wem konnte man das verdenken? Ich würde auch nicht zu ihm wollen.
„Jetzt!“
Laurents Stimme war unnatürlich laut und donnerte durch den Raum, ließ die Fenster vibrieren. Jessica stieß einen schrillen Schrei des Erschreckens aus und sprang vom Tisch auf, schnappte sich ihren Teller und das Glas und brachte beides zur Theke zurück und verschwand dann mit gesenktem Kopf aus der Kantine.
„Lasst uns hier Platz nehmen!“
Laurent deutet auf einen vierer Tisch in der hintersten Ecke. Er setzte sich mit dem Rücken zur Wand, so dass er den ganzen Raum im Blick hatte. Schlauer Junge, dass musste man ihm glatt lassen!
„Meine beiden Hübschen, esst euer Frühstück auf, denn ihr habt Aro gehört! Euer Körper hat gewisse Mangelerscheinungen, die dringend behoben werden müssen.“
Wow, er hatte definitiv zu viel Zeit mit Esme verbracht!
Alice und ich begannen etwas zurückhaltend unser Essen zu uns zu nehmen, denn wer konnte schon sagen, was man uns diesmal rein gemischt hatte! Gestern Abend war es ein Schlafmittel, heute vielleicht ein Aufputschmittel oder gar Drogen! Aber zu meiner Überraschung musste ich gestehen, dass es verdammt lecker war. Und als ich den ersten Biss zu mir genommen hatte, war der Hunger vollkommen erwacht und ich aß alles auf, ließ nichts zurück.
„Ihr seid bestimmt neugierig, wie euer Tagesablauf aussehen wird, oder?“ Laurent sah uns beide mit einem durchdringenden Blick an, aber weder Alice noch ich antworteten ihm. Was hätten wir denn auch sagen sollen? Nein, wir wollen einfach nur hier raus? Lasst uns bitte gehen?
„Je nachdem welche Schicht ihr habt, steht ihr morgens zwischen 9Uhr und mittags 12Uhr auf. Dann macht ihr euch frisch und bedient euch an den Anziehsachen, die wir euch in eure Kleiderschränke gehangen haben. Danach kommt ihr her, lasst euch von Aro testen und bekommt euer Frühstück, was euch stärken wird, denn wir können keine schwachen Menschen brauchen. Nach eurem Essen fangt ihr dann entweder mit eurer Schicht oder eurem Training an. Der Plan wird von Carlisle, Esme, Aro und mir zusammen erstellt. Wir werden ein Auge auf euch haben und dafür sorgen, dass ihr in eurer Arbeit perfekt seid und weitergebildet werdet.“
Weitergebildet? Wie konnte man sich denn in einer Blutbar mit integriertem Bordell weiterbilden? Das Essen, was mir eben noch so lecker geschmeckt hatte, lag mir nun tonnenschwer im Magen, wenn ich mir vorstellte, was genau er mit dieser Erklärung meinen könnte.
„Was eure Aufgaben hier sein werden, werden wir euch erst nach eurer Einweisung sagen können. Wir müssen erstmal eure Qualitäten testen und sehen, welches Gebiet euch besser liegt. Ich habe mitbekommen, dass ihr beiden noch rein seid, also fällt eine Sparte in unserem Etablissement ja fürs erste flach. Aber diese Erfahrung werden wir nachholen und mit dem richtigen Training werdet ihr auch darin perfekt werden, keine Sorge meine 2 Hübschen!“
Hatte er jetzt etwa zugegeben, dass man uns vorsätzlich vergewaltigen wollte, damit wir uns danach prostituierten? Ich wusste es! Das bisschen Hoffnung, welches irgendwo ganz tief in mir gesessen hatte, dass es nicht so weit kommen würde, verschwand nun endgültig. Mir wurde einfach nur kalt. Von innen durchzog mich ein kühler Hauch, der mir meine Eingeweide zusammenzog.
„So, da ihr nun fertig seid, werden wir jetzt zum Boss gehen, der wird euch genauer unter die Lupe nehmen und sagen, wie eure Einarbeitung aussieht und wo ihr die nächsten Tage eingesetzt werdet.“
Alice wurde kreidebleich und sah so aus, wie ich mich fühlte. Der Gedanke daran, zu diesem Widerling zu müssen, schnürte mir die Kehle zusammen und machte mir das Atmen schwer. Beim letzten Mal hatte ich Glück im Unglück gehabt, als mit dieser Perverse James davor bewahrt hatte, diesem Kerl einen blasen zu müssen. War das etwa die Einweisung die wir heute kriegen würden?
Laurent erhob sich und deutete uns an, unsere leeren Teller und Gläser zu nehmen und ihm zu folgen. Nachdem wir das dreckige Geschirr an der Theke abgegeben hatte, liefen wir erneut durch die labyrinthartigen Gänge des Bloody Bite. Ob ich mich hier je mals zu Recht finden würde? Ich sollte es, wenn ich hier jemals fliehen wollte!
Nach einer kleinen Ewigkeit, die mir allerdings viel zu schnell vergangen war, standen wir vor Carlisle Büro. Keiner von uns hatte den Weg über auch nur ein Wort gesagt, Alice und ich waren viel zu angespannt. Laurent klopfte und öffnete die Tür nach 2 Sekunden, ohne eine Antwort abzuwarten.
Und was ich sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren!
Carlisle stand mit heruntergelassener Hose über dieser Jessica gebückt, die Laurent eben noch zu ihm geschickt hatte. In seiner Hand hielt er den Gürtel und prügelte ohne Unterlass auf sie ein. Immer wieder sauste das Leder durch die Luft und schlug auf ihren zitternden Körper herab.
„Hast du mich verstanden?“ brüllte er dann, ohne uns auch nur die geringste Beachtung zu schenken. Jessica lag schluchzend auf dem Boden, unfähig zu antworten. Dies gefiel Carlisle überhaupt nicht, denn nun trat er mit dem Fuß mehrmals in ihren Bauch. Ich wollte das alles nicht sehen, aber ich war wie erstarrt, konnte meine Augen nicht abwenden.
„Antworte mir gefälligst, wenn ich dich etwas frage!“
„Iiiicchhh haaabe…. Verstanden!“ kam es leise und abgehackt von Jessica.
Carlisle ließ nun von ihr los und zog sich die Hose wieder hoch, verstaute seinen noch halb erigierten Schwanz darin und schloss sie. „Wenn mir nochmal solche Klagen zu Ohr kommen, dann lernst du mich kennen“, sagte er in aller Seelenruhe, als er den Gürtel wieder durch die Gürtelschlaufen zog.
Dann drehte er sich zu Laurent „Sie braucht dringend ein Training. Buche Raum 2 und sag James, er soll sich den Nachmittag über um sie kümmern. Ihre oralen Fähigkeiten haben extrem nachgelassen und sind eine Beleidigung für jeden Mann!“ Laurent nickte nur „Aber natürlich Boss!“
Jessica, die immer noch auf dem Boden lag gab keinen Mux mehr von sich, scheinbar hatte Carlisles Ankündigung sie in eine Art Schockzustand versetzt. Laurent ging zu ihr, hob sie hoch und trug sie aus dem Raum. Nun waren wir mit dem Teufel höchstpersönlich alleine!
„Alice, Isabella, schön dass ihr da seid, wir drei haben ein paar wichtige Dinge zu klären!“ sagt er mit einem diabolischen Ausdruck in seinen eisigkalten Augen.

Oh mein Gott
AntwortenLöschendieser Carlisle ist ja echt der ober Kranke
in diesem Schuppen!!:x